Alle 20 Minuten eine: Unternehmensinsolvenzen auf höchstem Stand seit 2014

21. April 2026|News

Besonders häufig betroffen waren Unternehmen aus Verkehr und Lagerei, dem Gastgewerbe sowie dem Baugewerbe. Bezogen auf 10.000 Unternehmen lag die Insolvenzhäufigkeit 2025 insgesamt bei 69 Fällen. Trotz der gestiegenen Fallzahlen lagen die offenen Forderungen der Gläubiger 2025 mit rund 47,9 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert. Das Statistische Bundesamt führt dies darauf zurück, dass 2024 mehr große Insolvenzen zu verzeichnen waren. 

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer sieht darin ein weiteres Warnsignal für den Wirtschaftsstandort Deutschland. DIHK-Chefanalyst Volker Treier erklärte, 2025 habe im Durchschnitt alle 20 Minuten ein Unternehmen Insolvenz anmelden müssen. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken rechnet für 2026 zwar mit einer leichten Entspannung auf 23.100 Unternehmens- und 76.500 Verbraucherinsolvenzen, knüpft dies aber ausdrücklich an sinkende Energiepreise und eine rasche Beruhigung der geopolitischen Lage. 

Für die Immobilienwirtschaft sind die Zahlen auch deshalb relevant, weil sie die anhaltend angespannte gesamtwirtschaftliche Lage unterstreichen. Gerade in kostenintensiven Branchen wie Bau und Dienstleistungen bleibt der Druck hoch.