Arbeitskosten steigen weiter – Deutschland bleibt deutlich über EU-Niveau

5. Mai 2026|News

Im europäischen Vergleich bleibt Deutschland ein Hochkostenstandort: Die Arbeitskosten liegen rund 29 Prozent über dem EU-Durchschnitt von 34,90 Euro je Stunde. Noch höher sind sie nur in wenigen Ländern, allen voran Luxemburg mit 56,80 Euro sowie Dänemark und den Niederlanden. Am unteren Ende der Skala liegen Bulgarien, Rumänien und Ungarn mit deutlich geringeren Arbeitskosten.

Auch langfristig zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend. Seit 2020 sind die Arbeitskosten in Deutschland im Durchschnitt um 22,3 Prozent gestiegen. Besonders stark fiel der Anstieg in einzelnen Dienstleistungsbereichen aus, etwa im Gastgewerbe sowie bei freiberuflichen und wirtschaftlichen Dienstleistungen, wo die Kosten teils um mehr als 30 Prozent zulegten.

Auffällig ist jedoch: Trotz dieser Dynamik hat sich der Abstand zum EU-Durchschnitt kaum verändert. Deutschland lag bereits 2020 rund 30 Prozent über dem europäischen Mittelwert und bewegt sich weiterhin auf einem ähnlichen Niveau.

Die Zahlen unterstreichen die strukturellen Herausforderungen für den Standort Deutschland. Steigende Arbeitskosten treffen auf ein ohnehin angespanntes wirtschaftliches Umfeld und erhöhen den Druck auf Produktivität, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.

Details dazu finden Sie beim Statistischen Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/04/PD26_148_624.html