Mehr Genehmigungen für Mehrfamilienhäuser – Trendwende mit begrenzter Wirkung

20. Januar 2026|News

Von Januar bis Oktober 2025 wurden in Deutschland laut Statistischem Bundesamt insgesamt 195.400 Wohnungen in neuen und bestehenden Gebäuden genehmigt. Das entspricht einem Plus von 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Neben Einfamilienhäusern tragen nun vor allem Mehrfamilienhäuser deutlich zum Aufwärtstrend bei und liefern damit ein wichtiges Signal für den angespannten Wohnungsmarkt.

Im Neubau stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern um 13,2 Prozent auf rund 104.000 Einheiten. Auch Einfamilienhäuser verzeichneten einen kräftigen Zuwachs von 16,6 Prozent auf etwa 37.000 Einheiten. Besonders dynamisch entwickelte sich der Bereich der Wohnheime, in dem die Genehmigungen um 43 Prozent auf 7.400 Wohnungen zunahmen. Umbau- und Erweiterungsprojekte trugen mit 33.000 genehmigten Wohnungen ebenfalls leicht positiv bei.

Allein im Oktober 2025 wurden 19.900 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Hochgerechnet könnte die Zahl der genehmigten Wohneinheiten zum Jahresende bei etwa 235.000 bis 240.000 liegen. Damit würde das Ergebnis von 2024 deutlich übertroffen.

Gleichzeitig bleibt die strukturelle Unterdeckung bestehen. Der vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung ermittelte Jahresbedarf von rund 350.000 zusätzlichen Wohnungen wird weiterhin klar verfehlt. Der Anstieg der Genehmigungen deutet zwar auf eine Stabilisierung hin, reicht jedoch nicht aus, um den Wohnraummangel kurzfristig spürbar zu entschärfen.