Strom-Netzentgelte 2027: Staatlicher Zuschuss soll sinken

4. August 2026|News

Netzentgelte machen etwa ein Viertel des Strompreises für private Haushalte aus. Wie stark sich der geringere Zuschuss tatsächlich auf die Stromrechnung auswirkt, hängt jedoch vom jeweiligen Netzgebiet und von weiteren Preisbestandteilen ab. Die konkreten Entgelte für 2027 stehen noch nicht fest.

Nach Berechnungen von Verivox hat der Zuschuss 2026 die durchschnittlichen Netzentgelte für Haushalte in der Niederspannung um rund 1,7 Cent je Kilowattstunde netto reduziert. Fällt 2027 eine Milliarde Euro Entlastung weg, könnten die Netzgebühren rechnerisch um etwa 0,25 Cent je Kilowattstunde netto steigen. Für die durchschnittlichen Haushaltsstrompreise entspräche dies einem Zuwachs von rund einem Prozent.

Regionale Unterschiede bleiben groß

Die Auswirkungen unterscheiden sich erheblich zwischen den einzelnen Netzgebieten. Regionen mit hoher eigener Stromerzeugung sind tendenziell weniger von den Übertragungsnetzentgelten abhängig. In Gebieten, die stärker auf den Transport von Strom aus anderen Teilen Deutschlands angewiesen sind, kann sich die Kürzung dagegen deutlicher bemerkbar machen.

Hinzu kommen weitere Faktoren wie die Finanzierung des Netzausbaus und die Kosten für das Engpassmanagement. Im Zuge der Energiewende müssen die Stromnetze erheblich erweitert werden, um erneuerbaren Strom aus den Erzeugungsregionen zu den Verbrauchsschwerpunkten zu transportieren.

Eine belastbare Prognose ist allerdings erst möglich, wenn sowohl die Netzentgelte als auch die übrigen Bestandteile des Strompreises feststehen. Die vorläufigen Netzentgelte für 2027 sollen am 1. Oktober 2026 veröffentlicht werden.

Mehr zum Thema Netzentgelte finden Sie bei der Bundesnetzagentur: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Netzentgelte/start.html