Bund plant zentrale Neubauförderung ab 2027

7. Juli 2026|News

Nach Angaben des Bundesbauministeriums soll die Förderlandschaft dadurch übersichtlicher und leichter zugänglich werden. Ein Schwerpunkt soll auf dem Aufbau von Wohneigentum für Familien liegen. Vorgesehen sind außerdem Anreize für serielles und modulares Bauen, kürzere Bauzeiten und niedrigere Baukosten. Auch Building Information Modeling (BIM) soll durch offene Datenstandards und mögliche Bonusmodelle stärker vorangebracht werden.

Zusätzlich will der Bund privates Kapital für den Wohnungsbau mobilisieren. Dafür sollen unter anderem die KfW und der Deutschlandfonds eingebunden werden. Das bislang vor allem auf Industrie und Infrastruktur ausgerichtete Instrument soll zunächst modellhaft um einen Fonds für bezahlbares Wohnen erweitert werden.

Weitere Vorhaben des Aktionsplans betreffen Typengenehmigungen, die Wiederverwendung und das Recycling von Bauteilen, den Austausch zwischen Bund und Ländern über kostengünstiges Bauen sowie den digitalen Bauantrag. Dieser soll bis 2028 zum verbindlichen Regelweg werden. Zum Gebäudetyp E kündigt das Bundesbauministerium einen Gesetzentwurf für den weiteren Jahresverlauf 2026 an.

Konkrete steuerliche Verbesserungen bleiben dagegen noch offen. Eine erhöhte Sonderabschreibung für den Wohnungsbau wurde nicht zugesagt. In Aussicht gestellt wurde lediglich, die degressive Abschreibung zu verlängern und die Sonderabschreibung zielgerichteter auszugestalten.

Der Aktionsplan enthält damit mehrere Ansatzpunkte, die für mehr Tempo und geringere Kosten im Wohnungsbau sorgen könnten. Entscheidend wird jedoch sein, ob aus den angekündigten Maßnahmen kurzfristig verlässliche und praxistaugliche Regelungen werden.